Christina Friedmann

 

 

 

 

 

 

 

Die Freiheit ist ein Vogel, der im Käfig seine Flügel ausstreckt.


Christina Friedmann

Mein Anliegen ist die Arbeitsweise meiner Gedanken sicht- und greifbar machen, nach Außen zu transportieren.
In meinen Arbeiten bediene ich mich heute meiner eigenen psycho-physiologischen Dynamik. Die Räume, die in meinen Bildern entstehen sind aus Strukturen zusammengesetzt, die keiner vorgegebenen ästhetischen Form entsprechen. Es geht mir um das Gefühl für ein Objekt außerhalb seiner selbst.

Meine werktätige Ausbildung:
Die Fotografie und das Ballett sind in meinen Arbeiten entscheidende Beweger.
Es gab in den 80er Jahren das Fotoatelier mit meinem Mann in Berlin. Wir verbrachten Tage und Nächte in der Dunkelkammer, studierten verschiedene Techniken, wie das Handkolorieren, Collagieren , Abwedeln. Experimentierten mit Papieren, die es damals in der DDR günstig gab. Ausstellungsraum war die eigene Wohnung, in der wir uns und unser Leben anhand der erzielten Ergebnisse darstellten.

Zeitgleich absolvierte ich die Schauspielschule von Klaus Kowatsch und betrieb nach wie vor aktiv meine Ballettbegeisterung, die bis heute ungebrochen ist. Die dramatische Bewegung interessiert mich. Schweres leicht erscheinen zu lassen, strenge Bewegungsabläufe in Poesie zu verwandeln, die unmittelbare körperliche Erfahrung des Raums geben mir in ihrer Flüchtigkeit das Gefühl von Lebendigkeit.

Erste Erfahrungen in der öffentlichen Performance habe ich mit 14 Jahren gemacht. Gemeinsame Projekte mit Berthold Burkhart vom Theater B.-B. und dem Percussionisten Rolf Hillert folgten. Wir machten uns den öffentlichen Raum zueigen, inszenierten Klang, sprach und Bewegungsbilder. In den 90er Jahren war ich bei mehreren Performances mit C. Ruf ( i-camp / München ) beteiligt.
Ich wurde Mitglied der Ateliergemeinschaft IDYLLE. Wir veranstalteten mehrere Ausstellungen und betrachteten unseren Werkraum als Arbeitsplatz und der Möglichkeit zum Austausch. Hier begegnete ich der Restauratorin s. Auer. Ich ging mal wieder in die Lehre und es entstanden Tische und Holzcollagen in neuem Design, mittels alter Techniken.
Über das sperrige Holz bin ich wieder zum zarten Papier zurückgekommen. Ich verwende Schnittechniken und Überlagerungen, um die Dreidimensionalität zu erspüren und abzubilden.

Heute arbeite ich allein, doch nicht ohne Austausch. Sehr wichtig war der Kontakt zu dem mitlerweile verstorbenen Maler Walter Klose. Er hat mir das " sich einlassen" nahe gebracht und vor allem dran zu bleiben.